Auch im Jahr 2003 führt die Fa.
Graupner in
Zusammenarbeit mit interessierten Vereinen wieder den
GRAUPNER
HELI-CUP
durch als Serie von regionalen Einzelwettbewerben.
Zweck dieser Veranstaltungen ist vornehmlich das
gemeinsame Fliegen sowie der Gedankenaustausch zwischen den Modellfliegern
untereinander.
Daher steht parallel zum Wettbewerb auch ständig ein
Bereich zur Verfügung, in dem frei geflogen und Modelle eingestellt werden können;
je nach örtlichen Geländeverhältnissen besteht jedoch eine Beschränkung
auf Schwebeflüge und langsame Rundflüge, ohne Kunstflug oder „3-D“-Vorführungen.
Das Wettbewerbsprogramm spricht den Ehrgeiz der
Teilnehmer an und bietet eine Möglichkeit zum sportlichen Leistungsvergleich.
Die bei den Teilaufgaben erzielten Ergebnisse sind objektiv messbar und somit
jederzeit nachvollziehbar. Bei der Auswahl der Flugaufgaben wurde besonderer
Wert darauf gelegt, dass nicht nur die Geschwindigkeit, sondern überwiegend
auch die Präzision der Ausführung das Ergebnis bestimmt; somit wird ein
realistischer und auch im „Alltagsflugbetrieb“ erstrebenswerter, ruhiger
und präziser Flugstil gefördert. Vom Schwierigkeitsgrad her sind die
Aufgaben so angelegt, dass jeder Heliflieger teilnehmen kann, der zumindest
den Schwebeflug beherrscht; zum Erreichen eines der vorderen Plätze ist
allerdings ein entsprechendes Können erforderlich: Mitmachen kann jeder,
gewinnen nur der Beste.
Nach Möglichkeit werden Mitarbeiter der Fa. Graupner
bei den Veranstaltungen anwesend sein, um beratende und praktische
Hilfestellung zu geben bei auftretenden Fragen und Problemen im Bereich der
Modellhubschrauber und der Fernsteuerungen.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Modellflieger mit
ausreichendem Versicherungsschutz und angemeldeter Fernsteuerung; es bestehen
keinerlei Einschränkungen bezüglich des Fabrikats der verwendeten Modelle
und Fernsteuerungen.
Der Wettbewerb ist ausgelegt für die gängigen
Hubschraubergrößen mit Rotordurchmessern zwischen 110 cm und 160cm. Eine
Teilnahme mit größeren oder kleineren Modellen ist im Prinzip möglich, wenn
die Aufgaben damit in gleicher Weise erfüllt werden können: Es gibt also
beispielsweise keine kleineren Pylons für kleine Modelle, und auch die
Plattform für die Abschlusslandung ist in ihren Abmessungen fest vorgegeben.
Das Wettbewerbsprogramm besteht aus vier Aufgaben, die
nacheinander zu absolvieren sind. Dabei erfolgt jedoch die Zeitnahme für jede
Aufgaben separat, so dass sich der Teilnehmer ohne Hektik jeweils auf die Übung
konzentrieren kann. Abhängig von der Teilnehmerzahl werden zwei oder drei
Durchgänge geflogen, wobei das schlechteste Durchgangsergebnis jedes
Teilnehmers gestrichen wird.
Am Modell werden zwei kugelförmige Gewichte an
unterschiedlich langen Seilen angebracht gemäß Abbildung. Das Modell
durchfliegt einen vorgezeichneten Parcours so, dass die Kugel am kürzeren
Seil stets in der Luft, die Kugel am längeren Seil stets am Boden und
innerhalb der vorgezeichneten Gasse bleibt.
Das Modell startet mit den gemäß Skizze angebrachten
Gewichten und beginnt die Aufgabe mit Überfliegen der Startlinie. Die
Zeitnahme beginnt, wenn die den Boden berührende Kugel die Startlinie überquert.
Das Modell fliegt zunächst vorwärts zu Punkt „A“, dann seitwärts zu
Punkt „B“, rückwärts zu Punkt „C“, seitwärts zu Punkt „D“, schräg
vorwärts zu Punkt „E“ und schließlich über die Ziellinie; die Zeitnahme
endet, wenn die den Boden berührende Kugel die Ziellinie überquert. An den
Punkten „A“ und „C“ kann jeweils eine Pirouette geflogen werden, um
zusätzliche Punkte zu erhalten.
Ausführungszeit minimal 60 Sekunden, maximal 240
Sekunden
Unter- bzw. Überschreitung des Zeitrahmens führt zur
0-Wertung der Aufgabe.
Punktvorgabe
360 Punkte
Zusätzlich bei
0-Fehler-Flug:
60 Punkte
Zusätzlich je
Pirouette in Hauptrotordrehrichtung:
50 Punkte
Zusätzlich je
Pirouette gegen die Hauptrotordrehrichtung: 100 Punkte
Abzug bei Ausführungszeit
über 60 Sekunden 2
Punkte/Sekunde
Abzug, wenn das Gewicht am längern Seil vom Boden
abhebt oder die Gasse
verlässt
20 Punkte
Abzug, wenn das Gewicht
am kürzeren Seil aufsetzt
20
Punkte
Verschieden große Ringe sind mit der Kufe aufzunehmen;
nach dem Aufnehmen dreht sich der Ring selbsttätig und fällt wieder ab. Für
die aufgenommenen Ringe werden, abhängig von ihrer Größe, unterschiedliche
Punktzahlen vergeben; die Ausführungszeit für diese Aufgabe beträgt maximal
2 Minuten.
In einem Halbkreis sind 9 Ringe auf Halterungen (siehe
Skizze) aufgebaut: Jeweils drei
große Ringe mit 35/25cm Ø, drei mittlere Ringe mit 25/15cm Ø und drei
kleine Ringe mit 15/9cm Ø.
Die Zeitnahme beginnt mit dem Abheben des Modells. Die
Ringe werden mit der Kufe aus den Halterungen gezogen; durch das
eingearbeitete Gewicht drehen sie sich nach dem Aufnehmen und fallen herunter.
Werden vor Ablauf des Zeitlimits von 2 min alle 9 Ringe aufgenommen, so wird
pro Sekunde Zeitdifferenz auf 2 min, gemessen vom Zeitpunkt der Aufnahme des
letzten Ringes, ein Punkt zum Ergebnis addiert.
Großer Ring jeweils
25 Punkte
Mittlerer Ring jeweils
50 Punkte
Kleiner Ring jeweils
100 Punkte
Aufgabe vollständig erfüllt innerhalb 2 Minuten
1 Punkt/Sek. Zeitunterschreitung
Im Pylonlager
stehen drei Pylons, von denen jeweils einer mit der Kufe aufgenommen, um zwei
Wendemarken herum transportiert und auf einer Zielscheibe (möglichst im
Zentrum) abgesetzt werden soll.
Je nach Entfernung der Pylonmitte vom Mittelpunkt der Zielscheibe werden 100,
50 oder 25 Punkte vergeben, keine Punkte für umgefallene oder neben der
Scheibe abgesetzte Pylons. Während der Pilot den nächsten Pylon aufnimmt und
transportiert, wird das Ergebnis des abgesetzten Pylons notiert und dieser von
einem Helfer wieder im Pylonlager aufgestellt, so dass innerhalb des
Zeitlimits von 2 min eine unbegrenzte Anzahl von Anflügen durchgeführt
werden kann.
Landung auf
einem Podest 1,5x1,5m so dicht wie möglich an zwei (gedachten) Wänden vorn
und links seitlich. Punkte werden vergeben für möglichst geringen Abstand
vorn und seitlich; eine 0-Wertung erfolgt bei Berührung des Rotors mit einer
der gedachten Wände.
Das Modell überfliegt in geringer Höhe die
Einfluglinie und landet danach zügig auf dem Landepodest; unmittelbar nach
dem Aufsetzen wird der Motor abgestellt. Erfolgt die Landung innerhalb von 10
Sekunden nach dem Überfliegen der Einfluglinie, so gilt für die nachfolgend
erzielten Landepunkte der Faktor 3, innerhalb von 20 Sekunden der Faktor 2 und
innerhalb 30 Sekunden der Faktor 1; erfolgt die Landung später, so erhält
der Teilnehmer keine Punkte für diese Übung.
Die Landung auf dem Podest soll so erfolgen, dass der
Rotorkreis seitlich links und vorn möglichst dicht an jeweils eine gedachte
Wand heranreicht.
Nach der Landung, bei stehendem Motor, werden zwei
zuvor flach auf dem Boden liegende Wände hochgeklappt und zu einer Ecke
verbunden. Von diesen (jetzt realen) Wänden aus wird der Abstand der Rotorblätter
gemessen. Die erzielbare Maximalpunktzahl ist jeweils 100 bei einem Abstand
von höchstens 2 cm; je Zentimeter Abstand über 2cm hinaus werden 2 Punkte
abgezogen. Berührt das Rotorblatt eine der beiden Wände, so erfolgt eine
Nullwertung für diese Aufgabe.
