Auch im Jahr 2009 führt die Fa. Graupner in
Zusammenarbeit mit interessierten Vereinen wieder den
GRAUPNER
HELI-CUP
durch als Serie von regionalen Einzelwettbewerben.
Zweck dieser Veranstaltungen ist vornehmlich das
gemeinsame Fliegen sowie der Gedankenaustausch zwischen den Modellfliegern
untereinander.
Daher steht parallel zum Wettbewerb auch ständig ein
Bereich zur Verfügung, in dem frei geflogen und Modelle eingestellt
werden können; je nach örtlichen Geländeverhältnissen besteht jedoch
eine Beschränkung auf Schwebeflüge und langsame Rundflüge, ohne
Kunstflug oder „3-D“-Vorführungen.
Das Wettbewerbsprogramm spricht den Ehrgeiz der
Teilnehmer an und bietet eine Möglichkeit zum sportlichen
Leistungsvergleich. Die bei den Teilaufgaben erzielten Ergebnisse sind
objektiv messbar und somit jederzeit nachvollziehbar. Bei der Auswahl der
Flugaufgaben wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass nicht nur die
Geschwindigkeit, sondern überwiegend auch die Präzision der Ausführung
das Ergebnis bestimmt; somit wird ein realistischer und auch im „Alltagsflugbetrieb“
erstrebenswerter, ruhiger und präziser Flugstil gefördert. Vom
Schwierigkeitsgrad her sind die Aufgaben so angelegt, dass jeder
Heliflieger teilnehmen kann, der zumindest den Schwebeflug beherrscht; zum
Erreichen eines der vorderen Plätze ist allerdings ein entsprechendes
Können erforderlich: Mitmachen kann jeder, gewinnen nur der Beste.
Nach Möglichkeit werden Mitarbeiter der Fa. Graupner
bei den Veranstaltungen anwesend sein, um beratende und praktische
Hilfestellung zu geben bei auftretenden Fragen und Problemen im Bereich
der Modellhubschrauber und der Fernsteuerungen.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Modellflieger mit
ausreichendem Versicherungsschutz und angemeldeter Fernsteuerung; es
bestehen keinerlei Einschränkungen bezüglich des Fabrikats der
verwendeten Modelle und Fernsteuerungen.
Der Wettbewerb ist ausgelegt für die gängigen
Hubschraubergrößen mit Rotordurchmessern zwischen 110 cm und 160cm. Eine
Teilnahme mit größeren oder kleineren Modellen ist im Prinzip möglich,
wenn die Aufgaben damit in gleicher Weise erfüllt werden können: Es gibt
also beispielsweise keine kleineren Pylons für kleine Modelle, und auch
die Plattform für die Abschlusslandung ist in ihren Abmessungen fest
vorgegeben.
Das Wettbewerbsprogramm besteht aus vier Aufgaben, die
nacheinander zu absolvieren sind. Dabei erfolgt jedoch die Zeitnahme für
jede Aufgaben separat, so dass sich der Teilnehmer ohne Hektik jeweils auf
die Übung konzentrieren kann. Abhängig von der Teilnehmerzahl werden
zwei oder drei Durchgänge geflogen, wobei das schlechteste
Durchgangsergebnis jedes Teilnehmers gestrichen wird.
Am Modell werden zwei kugelförmige Gewichte an
unterschiedlich langen Seilen angebracht gemäß Abbildung. Das Modell
durchfliegt einen vorgezeichneten Parcours so, dass die Kugel am kürzeren
Seil stets in der Luft, die Kugel am längeren Seil stets am Boden und
innerhalb der vorgezeichneten Gasse bleibt.
Das Modell startet mit den gemäß Skizze angebrachten
Gewichten und beginnt die Aufgabe mit Überfliegen der Startlinie. Die
Zeitnahme beginnt, wenn die den Boden berührende Kugel die Startlinie
überquert. Das Modell fliegt zunächst vorwärts zu Punkt „A“, dann
seitwärts zu Punkt „B“, rückwärts zu Punkt „C“, seitwärts zu
Punkt „D“, schräg vorwärts zu Punkt „E“ und schließlich über
die Ziellinie; die Zeitnahme endet, wenn die den Boden berührende Kugel
die Ziellinie überquert. An den Punkten „A“ und „C“ kann jeweils
eine Pirouette geflogen werden, um zusätzliche Punkte zu erhalten.
Ausführungszeit minimal 60 Sekunden, maximal 240
Sekunden
Unter- bzw. Überschreitung des Zeitrahmens führt zur 0-Wertung der
Aufgabe.
Punktvorgabe
360 Punkte
Zusätzlich bei
0-Fehler-Flug:
60 Punkte
Zusätzlich je Pirouette in
Hauptrotordrehrichtung:
50 Punkte
Zusätzlich je Pirouette gegen die
Hauptrotordrehrichtung: 100 Punkte
Abzug bei Ausführungszeit über 60
Sekunden 2
Punkte/Sekunde
Abzug, wenn das Gewicht am längern Seil vom Boden
abhebt oder die Gasse
verlässt
20 Punkte
Abzug, wenn das Gewicht am kürzeren Seil
aufsetzt
20 Punkte
Verschieden große Ringe sind mit der Kufe aufzunehmen;
nach dem Aufnehmen dreht sich der Ring selbsttätig und fällt wieder ab.
Für die aufgenommenen Ringe werden, abhängig von ihrer Größe,
unterschiedliche Punktzahlen vergeben; die Ausführungszeit für diese
Aufgabe beträgt maximal 2 Minuten.
In einem Halbkreis sind 9 Ringe auf Halterungen (siehe
Skizze) aufgebaut: Jeweils drei große Ringe mit 35/25cm Ø, drei
mittlere Ringe mit 25/15cm Ø und drei kleine Ringe mit 15/9cm Ø.
Die Zeitnahme beginnt mit dem Abheben des Modells. Die
Ringe werden mit der Kufe aus den Halterungen gezogen; durch das
eingearbeitete Gewicht drehen sie sich nach dem Aufnehmen und fallen
herunter. Werden vor Ablauf des Zeitlimits von 2 min alle 9 Ringe
aufgenommen, so wird pro Sekunde Zeitdifferenz auf 2 min, gemessen vom
Zeitpunkt der Aufnahme des letzten Ringes, ein Punkt zum Ergebnis addiert.
Großer Ring
jeweils
25 Punkte
Mittlerer Ring
jeweils
50 Punkte
Kleiner Ring
jeweils
100 Punkte
Aufgabe vollständig erfüllt innerhalb 2 Minuten 1 Punkt/Sek.
Zeitunterschreitung
Im Pylonlager stehen drei Pylons, von denen jeweils
einer mit der Kufe aufgenommen, um zwei Wendemarken herum transportiert
und auf einer Zielscheibe (möglichst im Zentrum) abgesetzt werden soll.
Je nach Entfernung der Pylonmitte vom Mittelpunkt
der Zielscheibe werden 100, 50 oder 25 Punkte vergeben, keine Punkte für
umgefallene oder neben der Scheibe abgesetzte Pylons. Während der Pilot
den nächsten Pylon aufnimmt und transportiert, wird das Ergebnis des
abgesetzten Pylons notiert und dieser von einem Helfer wieder im
Pylonlager aufgestellt, so dass innerhalb des Zeitlimits von 2 min eine
unbegrenzte Anzahl von Anflügen durchgeführt werden kann.
Landung auf einem Podest 1,5x1,5m so dicht wie möglich
an zwei (gedachten) Wänden vorn und links seitlich. Punkte werden
vergeben für möglichst geringen Abstand vorn und seitlich; eine
0-Wertung erfolgt bei Berührung des Rotors mit einer der gedachten
Wände.
Das Modell überfliegt in geringer Höhe die
Einfluglinie und landet danach zügig auf dem Landepodest; unmittelbar
nach dem Aufsetzen wird der Motor abgestellt. Erfolgt die Landung
innerhalb von 10 Sekunden nach dem Überfliegen der Einfluglinie, so gilt
für die nachfolgend erzielten Landepunkte der Faktor 3, innerhalb von 20
Sekunden der Faktor 2 und innerhalb 30 Sekunden der Faktor 1; erfolgt die
Landung später, so erhält der Teilnehmer keine Punkte für diese Übung.
Die Landung auf dem Podest soll so erfolgen, dass der
Rotorkreis seitlich links und vorn möglichst dicht an jeweils eine
gedachte Wand heranreicht.
Nach der Landung, bei stehendem Motor, werden zwei
zuvor flach auf dem Boden liegende Wände hochgeklappt und zu einer Ecke
verbunden. Von diesen (jetzt realen) Wänden aus wird der Abstand der
Rotorblätter gemessen. Die erzielbare Maximalpunktzahl ist jeweils 100
bei einem Abstand von höchstens 2 cm; je Zentimeter Abstand über 2cm
hinaus werden 2 Punkte abgezogen. Berührt das Rotorblatt eine der beiden
Wände, so erfolgt eine Nullwertung für diese Aufgabe.
