Graupner Heli-CupAllgemeinesAuch im Jahr (2006) führt die Fa. Graupner in Zusammenarbeit
mit interessierten Vereinen GRAUPNER HELI-CUPdurch als Serie von regionalen Einzelwettbewerben. Zweck dieser Veranstaltungen ist vornehmlich das gemeinsame Fliegen sowie der Gedankenaustausch zwischen den Modellfliegern untereinander. Daher steht parallel zum Wettbewerb auch ständig ein Bereich zur Verfügung, in dem frei geflogen und Modelle eingestellt werden können; je nach örtlichen Geländeverhältnissen besteht jedoch eine Beschränkung auf Schwebeflüge und langsame Rundflüge, ohne Kunstflug oder „3-D“-Vorführungen. Das Wettbewerbsprogramm spricht den Ehrgeiz der Teilnehmer an und bietet eine Möglichkeit zum sportlichen Leistungsvergleich. Die bei den Teilaufgaben erzielten Ergebnisse sind objektiv messbar und somit jederzeit nachvollziehbar. Bei der Auswahl der Flugaufgaben wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass nicht nur die Geschwindigkeit, sondern überwiegend auch die Präzision der Ausführung das Ergebnis bestimmt; somit wird ein realistischer und auch im „Alltagsflugbetrieb“ erstrebenswerter, ruhiger und präziser Flugstil gefördert. Vom Schwierigkeitsgrad her sind die Aufgaben so angelegt, dass jeder Heliflieger teilnehmen kann, der zumindest den Schwebeflug beherrscht; zum Erreichen eines der vorderen Plätze ist allerdings ein entsprechendes Können erforderlich: Mitmachen kann jeder, gewinnen nur der Beste. Nach Möglichkeit werden Mitarbeiter der Fa. Graupner bei den Veranstaltungen anwesend sein, um beratende und praktische Hilfestellung zu geben bei auftretenden Fragen und Problemen im Bereich der Modellhubschrauber und der Fernsteuerungen. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Modellflieger mit ausreichendem Versicherungsschutz und angemeldeter Fernsteuerung; es bestehen keinerlei Einschränkungen bezüglich des Fabrikats der verwendeten Modelle und Fernsteuerungen. Der Wettbewerb ist ausgelegt für die gängigen Hubschraubergrößen mit Rotordurchmessern zwischen 110 cm und 160cm. Eine Teilnahme mit größeren oder kleineren Modellen ist im Prinzip möglich, wenn die Aufgaben damit in gleicher Weise erfüllt werden können: Es gibt also beispielsweise keine kleineren Pylons für kleine Modelle, und auch die Plattform für die Abschlusslandung ist in ihren Abmessungen fest vorgegeben. Das Wettbewerbsprogramm besteht aus vier Aufgaben, die nacheinander zu absolvieren sind. Dabei erfolgt jedoch die Zeitnahme für jede Aufgaben separat, so dass sich der Teilnehmer ohne Hektik jeweils auf die Übung konzentrieren kann. Abhängig von der Teilnehmerzahl werden zwei oder drei Durchgänge geflogen, wobei das schlechteste Durchgangsergebnis jedes Teilnehmers gestrichen wird. Vorgesehene Termine und Orte (soweit bisher bekannt, Änderungen möglich!) Aufgabe 1: PräzisionsflugAm Modell werden zwei kugelförmige Gewichte an unterschiedlich langen Seilen angebracht gemäß Abbildung. Das Modell durchfliegt einen vorgezeichneten Parcours so, dass die Kugel am kürzeren Seil stets in der Luft, die Kugel am längeren Seil stets am Boden und innerhalb der vorgezeichneten Gasse bleibt. Das Modell startet mit den gemäß Skizze angebrachten
Gewichten und beginnt die Aufgabe mit Überfliegen der Startlinie. Die Zeitnahme
beginnt, wenn die den Boden berührende Kugel die Startlinie überquert. Das
Modell fliegt zunächst vorwärts zu Punkt „A“, dann seitwärts zu Punkt „B“,
rückwärts zu Punkt „C“, seitwärts zu Punkt „D“, schräg vorwärts zu
Punkt „E“ und schließlich über die Ziellinie; die Zeitnahme endet, wenn
die den Boden berührende Kugel die Ziellinie überquert. An den Punkten „A“
und „C“ kann jeweils eine Pirouette geflogen werden, um zusätzliche Punkte
zu erhalten.
Punktevergabe:Ausführungszeit minimal 60 Sekunden, maximal 240 Sekunden Aufgabe 2: Ringe aufnehmenVerschieden große Ringe sind mit der Kufe aufzunehmen; nach dem Aufnehmen dreht sich der Ring selbsttätig und fällt wieder ab. Für die aufgenommenen Ringe werden, abhängig von ihrer Größe, unterschiedliche Punktzahlen vergeben; die Ausführungszeit für diese Aufgabe beträgt maximal 2 Minuten. In einem Halbkreis sind 9 Ringe auf Halterungen (siehe Skizze) aufgebaut: Jeweils drei große Ringe mit 35/25cm Ø, drei mittlere Ringe mit 25/15cm Ø und drei kleine Ringe mit 15/9cm Ø. Die Zeitnahme beginnt mit dem Abheben des Modells. Die Ringe werden mit der Kufe aus den Halterungen gezogen; durch das eingearbeitete Gewicht drehen sie sich nach dem Aufnehmen und fallen herunter. Werden vor Ablauf des Zeitlimits von 2 min alle 9 Ringe aufgenommen, so wird pro Sekunde Zeitdifferenz auf 2 min, gemessen vom Zeitpunkt der Aufnahme des letzten Ringes, ein Punkt zum Ergebnis addiert. Großer Ring
jeweils
25 Punkte Mittlerer Ring
jeweils
50 Punkte Kleiner Ring
jeweils
100 Punkte Aufgabe vollständig erfüllt innerhalb 2
Minuten 1 Punkt/Sek. Zeitunterschreitung
Im Pylonlager stehen drei Pylons, von denen jeweils einer mit
der Kufe aufgenommen, um zwei Wendemarken herum transportiert und auf einer
Zielscheibe (möglichst im Zentrum) abgesetzt werden soll. Je nach Entfernung der Pylonmitte vom Mittelpunkt der
Zielscheibe werden 100, 50 oder 25 Punkte vergeben, keine Punkte für
umgefallene oder neben der Scheibe abgesetzte Pylons. Während der Pilot den
nächsten Pylon aufnimmt und transportiert, wird das Ergebnis des abgesetzten
Pylons notiert und dieser von einem Helfer wieder im Pylonlager aufgestellt, so
dass innerhalb des Zeitlimits von 2 min eine unbegrenzte Anzahl von Anflügen
durchgeführt werden kann. Landung auf einem Podest 1,5x1,5m so dicht wie möglich an
zwei (gedachten) Wänden vorn und links seitlich. Punkte werden vergeben für
möglichst geringen Abstand vorn und seitlich; eine 0-Wertung erfolgt bei
Berührung des Rotors mit einer der gedachten Wände. Das Modell überfliegt in geringer Höhe die Einfluglinie und
landet danach zügig auf dem Landepodest; unmittelbar nach dem Aufsetzen wird
der Motor abgestellt. Erfolgt die Landung innerhalb von 10 Sekunden nach dem
Überfliegen der Einfluglinie, so gilt für die nachfolgend erzielten
Landepunkte der Faktor 3, innerhalb von 20 Sekunden der Faktor 2 und innerhalb
30 Sekunden der Faktor 1; erfolgt die Landung später, so erhält der Teilnehmer
keine Punkte für diese Übung. Die Landung auf dem Podest soll so erfolgen, dass der
Rotorkreis seitlich links und vorn möglichst dicht an jeweils eine gedachte
Wand heranreicht. Nach der Landung, bei stehendem Motor, werden zwei zuvor
flach auf dem Boden liegende Wände hochgeklappt und zu einer Ecke verbunden.
Von diesen (jetzt realen) Wänden aus wird der Abstand der Rotorblätter
gemessen. Die erzielbare Maximalpunktzahl ist jeweils 100 bei einem Abstand von
höchstens 2 cm; je Zentimeter Abstand über 2cm hinaus werden 2 Punkte
abgezogen. Berührt das Rotorblatt eine der beiden Wände, so erfolgt eine
Nullwertung für diese Aufgabe. |
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